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15.11.2013
Von den Socken: Kunstprojekt zum Welt-Frühgeborenen-Tag 2013
Zum Welt-Frühgeborenen-Tag am 17. November präsentiert die Kinderklinik I des Universitätsklinikums Essen zusammen mit der Stiftung Universitätsmedizin eine besondere Kunstaktion im Essener Rathaus: Ehemalige „Frühchen“ und ihre Familien aus allen neun Stadtbezirken haben sich künstlerisch mit dem Motiv einer „Frühchensocke“ auseinandergesetzt.

Das Ergebnis: Neun eindrucksvolle Kunstwerke, die vom 15. bis zum 22. November 2013 im Rathaus zu sehen sind. Eröffnet wird die Ausstellung von Essens 1. Bürgermeister Rudolf Jelinek (SPD).

Die Bilder stehen für sehr persönliche Geschichten: Frühgeborene stellen die größte Patientengruppe in der Kinderheilkunde dar. Bundesweit werden pro Jahr rund 60.000 Kinder – und damit jedes zehnte Kind insgesamt – zu früh geboren. Sie bedürfen besonderer Aufmerksamkeit. Schließlich ist eine solche Geburt mit Risiken für die spätere motorische und geistige Entwicklung verbunden. Ein Beispiel ist die Eltern-Kind-Bindung: „Gerade für ‚Frühchen‘ ist eine enge Bindung zu ihren Eltern wichtig. Aber Kabel, Geräte und Inkubatoren sind eher angsteinflößend“ erklärt Prof. Dr. Ursula Felderhoff-Müser, Direktorin der Klinik für Kinderheilkunde I am Universitätsklinikum Essen. „Hier setzt das Projekt ‚Elternberatung Frühstart/Bunter Kreis‘ der Kinderklinik an. Wir betreuen die werdenden Eltern schon vor der Geburt intensiv und beziehen sie in unsere Pflege mit ein, damit diese die alleinige Betreuung möglichst kompetent fortsetzen können. Denn wissenschaftliche Studien haben gezeigt, dass eine gute Eltern-Kind-Bindung sich sehr positiv auf die neurologische Entwicklung des Kindes auswirkt“, führt Prof. Dr. Ursula Felderhoff-Müser weiter aus.

Die 2008 gegründete Elternberatung „Frühstart“ /Bunter Kreis am Universitätsklinikum Essen ist eine Initiative zur Betreuung kleiner Frühgeborener und kranker Neugeborener. Im Rahmen des Projektes der Klinik für Kinderheilkunde I am Universitätsklinikum Essen werden jedes Jahr über 700 Früh- und Neugeborene behandelt, die in der Abteilung für Neonatologie des Zentrums für Mutter und Kind medizinisch kompetente Versorgung erhalten. „Im Gegensatz zu anderen westlichen Ländern stehen in Deutschland für solche Initiativen von staatlicher Seite leider keine ausreichenden Mittel zur Verfügung, um die Behandlung von Früh- und Neugeborenen zu verbessern. Deshalb nutzen wir den ‚Internationalen Welt-Frühgeborenen-Tag‘, um mit unserer Aktion auf das Thema ‚Frühgeburt und die Folgen‘ aufmerksam zu machen und um Unterstützung zu werben“, so Prof. Dr. Ursula Felderhoff-Müser. „Jede Spende hilft, dieses und weitere Projekte zu finanzieren und damit die Situation der ‚Frühchen‘ zu verbessern.“ Spendenkonto: 188 77 77, BLZ: BLZ 360 200 30, Stichwort: „Frühstart“.

Der „Internationale Weltfrühchentag“ am 17. November findet bereits zum fünften Mal statt. Der Welt-Frühgeborenen-Tag wurde 2008 von der „European Foundation for the Care of Newborn Infants“ (EFCNI) auf dem ersten Europäischen Elterngruppentreffen ins Leben gerufen. Er soll die Öffentlichkeit verstärkt für das Thema „Frühgeburt“ und deren Prävention sensibilisieren.
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