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„Familiale Pflege“ kranker Angehöriger
2,5 Millionen pflegebedürftige Menschen gibt es in Deutschland. 83 Prozent von ihnen sind 65 Jahre alt oder älter. Rund 1,8 Millionen Menschen – also mehr als zwei Drittel – aller Pflegebedürftigen werden laut Pflegestatistik 2011 durch Angehörige zu Hause versorgt. Die häusliche Pflege kranker Familienmitglieder fordert die Angehörigen sehr und überfordert sie auch oft. Um die Angehörigen auf diese besondere Situation der Krankenpflege besser vorzubereiten und zu unterstützen, bietet das Universitätsklinikum Essen das Modellprojekt „Familiale Pflege“ an.
Es vermittelt Angehörigen Wissen, fördert deren pflegerische Kompetenzen und gibt so Sicherheit bei der täglichen Pflege – damit kranke Menschen länger in ihren Familien bleiben können. Doch kein Pflegefall ist wie der andere. Deshalb werden im Projekt von Anfang an individuelle Trainings mit der Vermittlung von Fachwissen gekoppelt. Daher umfassen die sogenannten einzelfallbezogenen Trainings am Krankenbett neben ausführlichen Beratungsgesprächen auch praktische Übungen. „So können wir von Anfang an Fehler bei der Pflege vermeiden, die sonst unter Umständen einen erneuten Aufenthalt im Krankenhaus zur Folge haben“, bringt Pflegedirektorin Irene Maier die Vorteile dieser Trainings auf den Punkt.
Häusliche Pflege – Vermittlung von Fachwissen steht im Vordergrund
Das Vermitteln von Fachwissen steht bei den Initialpflegekursen im Vordergrund. Dabei lernen die Pflegenden auch, wie sie ihr persönliches Netzwerk entwickeln. Zu diesem sollten außer den Fachkräften aus dem Pflegebereich auch Ansprechpartnerinnen und Ansprechpartner aus dem psychosozialen Bereich gehören. Sobald Kranke zu Hause gepflegt werden, stehen für die Angehörigen Pflegetrainings auf dem Programm, die das häusliche Umfeld einbeziehen. „Viele Probleme sind ja im Krankenhaus noch gar nicht zu erkennen“, führt Irene Maier dazu aus. „Hier haben pflegende Angehörige die Chance, sie gemeinsam mit Fachkräften zu erkennen und zu lösen“. Damit die pflegenden Angehörigen mit ihren Sorgen und Ängsten nicht alleine bleiben, werden im Rahmen des Projektes auch Gesprächskreise angeboten. Diese schaffen Raum für den Austausch mit anderen pflegenden Angehörigen, aber auch für den Kontakt zu Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern des Klinikums. Das ist wichtig, um die Pflegesituation auch psychisch gut zu bewältigen.
Pflegende Angehörige mit Sorgen und Ängsten nicht alleine lassen

Das Projekt wurde 2009 zunächst in den Bereichen der Neurochirurgie und Inneren Medizin (Tumorforschung) eingeführt und in den Jahren 2010 und 2011 ausgeweitet, sodass mehr pflegende Angehörige geschult werden konnten. Die Pflege kranker Angehöriger in ihrem familiären Umfeld hilft ihnen – und den Pflegenden – besser mit der Krankheit umzugehen, beziehungsweise besser zu genesen. Trotz der Wichtigkeit der Schulung in familiärer Pflege werden diese Angebote nicht von den Kassen getragen. Hier leistet die Stiftung Universitätsmedizin Essen einen wichtigen Beitrag, ist aber zur finanziellen Sicherung der Zukunft des Projektes weiterhin auf Spenden angewiesen.

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