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Notfall-Ausweis: ein wichtiger Helfer im Ernstfall
Der Notfall-Ausweis ist ein kleines Dokument, das im Fall der Fälle zum Lebensretter werden kann. Die Stiftung Universitätsmedizin hat Ende 2014 auf die Anfrage einer Essener Bürgerin hin die Entwicklung des neuen Ausweises initiiert und die Initiative mit vielen wichtigen Partnern umgesetzt. Der Erfolg ließ nicht lange auf sich warten: Schon nach gut einem Jahr sind bereits über 60.000 Bürger mit dem Ausweis ausgestattet.

Eines Morgens kollabierte die Essener Kita-Leiterin Christiana Haase während ihrer Arbeit, war nicht mehr ansprechbar. Ihre Mitarbeiter verständigten den Rettungsdienst. Zum Glück wussten sie, dass ihre Chefin kürzlich operiert wurde und informierten den Notarzt darüber. So konnte die 49-Jährige sofort richtig behandelt werden und es ging ihr schnell besser. Aber was wäre gewesen, wenn die Mitarbeiter nicht informiert gewesen wären?

Wie in diesem Fall treten medizinische Notfälle im Alltags- und Berufsleben fast immer sehr plötzlich ein. Sie können jeden Menschen treffen. Für die Rettungskräfte zählt jede Minute, um die professionelle Notfallversorgung sicherzustellen. Doch häufig können die Betroffenen selbst keine Auskunft über medizinisch wichtige Informationen zu ihrer körperlichen Verfassung geben, es geht viel wertvolle Zeit verloren. Wenn Angehörige vor Ort sind, sind diese mit der Situation und den Fragen oft überfordert.

Die wichtigen Gesundheitsinformationen im Taschenformat

Damit bei Notfällen stets die optimale Erstversorgung ohne Zeitverlust möglich ist, hat die Stiftung Universitätsmedizin Essen die Entwicklung eines neuen Notfall-Ausweises initiiert und gemeinsam mit einem Bündnis aus wichtigen Partnern umgesetzt. Beteiligt sind das Gesundheitsamt Essen, die Feuerwehr Essen, die Ärztekammer Nordrhein in Essen, die Kassenärztliche Vereinigung in Essen, die Arbeitsgemeinschaft „Essen forscht und heilt“ sowie die Medizinische Gesellschaft Essen.

Das achtseitige Dokument bündelt im kompakten Taschenformat alle wichtigen Gesundheitsinformationen, darunter Vorerkrankungen, Medikamentenunverträglichkeiten, die Blutgruppe oder Kontaktdaten des Hausarztes sowie Notfall-Kontakte. Der kleine Ausweis passt problemlos in jeden Geldbeutel und ist auf wasserfestem, reißfestem Papier gedruckt. Auf Auslandsreisen ist er ein wichtiger Begleiter, da er englische Übersetzungen aller im Ausweis enthaltenen Informationen bietet. Ausfüllen können die Bürger das Dokument selbst oder mit dem behandelnden Hausarzt. Den Notfall-Ausweis erhalten Interessierte kostenlos bei zahlreichen Verteilstellen (Liste siehe unten) oder bei der Stiftung.

Über 60.000 Bürger sind mit dem Notfall-Ausweis ausgestattet

Die Idee für die Herausgabe eines neuen Notfall-Ausweises hatte eine Essener Bürgerin: Die damals 88-jährige Elisabeth Schubert trug einen jahrzehntealten, kaum noch lesbaren Notfall-Pass als ständigen Begleiter bei sich. In diesem Pass konnten nicht alle notwendigen Informationen hinterlegt werden. Als sie beschloss, dass ein neuer Ausweis dringend notwendig sei, wusste sie nicht, an wen sie sich wenden kann. Bei einer Veranstaltung der Stiftung Universitätsmedizin sprach sie das Thema an und gab damit den Anstoß für die Entwicklung des neuen Ausweises.

Am 11. November 2014 wurde der Ausweis der Öffentlichkeit vorgestellt und stellte sich als großer Erfolg heraus: Bereits nach einer Woche waren 7.000 Exemplare der ersten Auflage ausgegeben. Bald folgte eine zweite Auflage des Dokuments. Mittlerweile sind über 60.000 Bürger mit dem Ausweis ausgestattet. Ziel des Projekts ist es, dass möglichst viele Bürger von diesem wichtigen Instrument der Gesundheitsvorsorge profitieren.

Die Initiative in Essen ist bereits in anderen Städten bekannt und soll auch dort mit lokalen Partnern, wie dem Gesundheitsamt, der Feuerwehr sowie anderen Partnern aus dem Gesundheitswesen umsetzt werden. Nähere Informationen zur Umsetzung erhalten Interessierte bei der Stiftung.

Wo gibt es den Notfall-Ausweis?

Eine Bestellung bei der Stiftung Universitätsmedizin ist telefonisch (0201 – 723 4699) oder per E-Mail (info@universitaetsmedizin.de) jederzeit möglich.

Weitere Verteilstellen, an denen der Ausweis abgeholt werden kann, sind:

  • Universitätsklinikum Essen (Hauptpforte, Medizinisches Zentrum und  Operatives Zentrum II; Hufelandstr. 55, 45147 Essen)
  • Gesundheitsamt Essen (Pforte; Hindenburgstraße 29, 45127 Essen)
  • Bürgerämter der Stadt Essen (Zentrale: Gildehof, Hollestr. 3, 45127 Essen, weitere Adressen in den Stadtteilen finden Sie hier)
  • Feuerwehr Essen (Pforte; Eiserne Hand 45, 45139 Essen, die Adressen der weiteren Feuerwachen finden Sie hier)

Wenn Interesse an größeren Mengen besteht, nehmen Sie bitte Kontakt mit der Stiftung auf.

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