Nuklearmedizin

Keine Angst vor Radioaktivität: Die Radionuklidtherapie ist eine für das gesunde Gewebe sehr schonende Behandlungsform. Der Behandlungstag beginnt mit einer Blutuntersuchung, gefolgt von einer halbstündigen Infusion.

Hilfe für Krebs­patienten dank Nuklearmedizin

Bestrahlung von innen

Bernd E. hat Prostatakrebs im fortgeschrittenen Stadium. Als die Therapien bei ihm nicht mehr anschlugen, fand er in der Klinik für Nuklearmedizin der Essener Universitätsmedizin eine neue Hoffnung: die Radionuklidtherapie. In einer engen Zusammenarbeit verschiedener Fachdisziplinen wie Urologie, Onkologie und Nuklearmedizin gelang es, den Krebs mit radioaktiven Stoffen zurückzudrängen. „Die Radionuklidtherapie ist noch eine sehr neue Behandlungsform“, erklärt Prof. Dr. Ken Herrmann, Direktor der Klinik für Nuklearmedizin. Die Therapie nutzt eine Schwachstelle, die die Krebszellen des Prostatatumors bieten. Sie bilden einen Rezeptor, an dem bestimmte Botenstoffe andocken. Diese Botenstoffe versehen die Nuklearmediziner im Labor mit einem radioaktiven Nuklid. „Es ist so wie bei einem Schloss mit einem Schlüssel“, erklärt Prof. Herrmann. „Die Tumorzellen bieten das Schloss und wir entwerfen den passenden Schlüssel, der den Wirkstoff in die Zellen bringt.“ Die radioaktiven Botenstoffe docken an der Tumorzelle an. Die Radioaktivität zerstört die Tumorzelle. Gesundes Gewebe wird geschont. Prof. Herrmann: „Die Strahlen haben gerade einmal eine Reichweite von ein bis zwei Millimetern. Es ist praktisch eine Bestrahlung von innen.“ „Mein Urologe kann es gar nicht glauben, wenn er meinen PSA-Wert sieht“, lacht Bernd E..

 

Fokus auf Krebs­erkrankungen und Schilddrüsen­störungen

Die Klinik für Nuklearmedizin an der Universitätsmedizin Essen ist ein führendes Zentrum für nuklearmedizinische Diagnostik und Therapie. Sie deckt das gesamte Spektrum nuklearmedizinischer Verfahren ab, mit besonderem Fokus auf der Behandlung von Krebserkrankungen und Schilddrüsenstörungen.

Zu den innovativen Methoden zählen die PSMA-Therapie bei Prostatakrebs und die DOTATOC-Therapie bei neuroendokrinen Tumoren. Das Team setzt auf modernste Bildgebungsverfahren wie PET/CT und SPECT, um präzise Diagnosen zu stellen und personalisierte Therapien anzubieten. In der Forschung liegt ein starker Schwerpunkt auf der Theranostik, bei der Diagnose und Therapie eng verknüpft sind. So ermöglicht die Klinik eine zielgerichtete Behandlung von Tumorerkrankungen durch radioaktiv markierte Moleküle, die gezielt Krebszellen zerstören können.

Prof. Dr. Ken Herrmann ist Direktor der Klinik für Nuklearmedizin an der Universitätsmedizin Essen.

Die Bedeutung von Spenden für die nuklearmedizinische Forschung

Bernd E. ist ein Familienmensch. Frau, Töchter, Schwiegersöhne und Enkelkinder geben ihm Kraft.

Spenden spielen eine entscheidende Rolle für die Weiterentwicklung innovativer Therapien in der Nuklearmedizin. Viele der bahnbrechenden Forschungsprojekte, die das Leben von Krebspatienten verbessern können, wären ohne die Unterstützung von Privatpersonen und Unternehmen nicht realisierbar, da sie über die gesetzliche Finanzierung nicht abgedeckt werden können. Dank Spenden kann die Klinik für Nuklearmedizin an der Universitätsmedizin Essen neue Technologien entwickeln und klinische Studien durchführen, die für die Heilung und Früherkennung von Krankheiten entscheidend sind. Ihre Spende trägt direkt dazu bei, hochmoderne Therapien wie die Radioligandentherapie weiter zu erforschen und in die klinische Praxis zu integrieren, was insbesondere bei seltenen und komplexen Tumorerkrankungen lebensrettend sein kann.

Mit Ihrer Hilfe können wir gemeinsam die Zukunft der Krebsbehandlung gestalten und Patienten neue Hoffnung schenken!

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