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Künstlerische Therapien
Mit Farbe und Musik zu neuer Selbstbestimmung
Wenn das eigene Kind, eine nahestehende Person oder man selbst von einer schweren Krankheit betroffen ist, wird das Leben nicht selten auf den Kopf gestellt. Man bemüht sich, stark zu sein, gleichzeitig bestimmen Ängste und Sorgen die Gedanken und Gefühlswelt. Mithilfe der Künstlerischen Therapien können Patientinnen und Patienten für einen Moment Krankheit und Krankenhausumgebung vergessen. Darüber hinaus können die Therapieeinheiten helfen, Gefühle und Stimmungen auszudrücken sowie neue Kraft und Lebensmut zu schöpfen.
Wie arbeiten und wirken Künstlerische Therapien?
Die Künstlerischen Therapien betrachten die Patientinnen und Patienten individuell und ganzheitlich und können somit eine sinnvolle Ergänzung zur medizinischen Versorgung sein. Auf der Basis einer vertrauensvollen
Beziehung zwischen Patient und Therapeut können durch die Aktivierung kreativer Ressourcen die eigenen Kräfte angeregt, die Wahrnehmung verbessert, Verhalten und Emotionen reguliert sowie kommunikative Fähigkeiten und soziale Interaktionen gestärkt werden.
Entgegen des meist fremdbestimmten Klinikalltages ist der Patient stets unmittelbar und unter Berücksichtigung seiner Individualität am Verlauf der Künstlerischen Therapie beteiligt. Nach Bedarf werden auch Angehörige in den Therapieprozess mit einbezogen. Die Betroffenen können entscheiden, mit welchem Medium sie künstlerisch arbeiten möchten. Ebenso werden der Gesundheitszustand und die aktuellen Gegebenheiten berücksichtigt. Für die Patienten ist weder eine künstlerische Bildung noch Talent eine Voraussetzung für den Erfolg der Therapie. Auch geht es nicht immer darum, dass die Patienten aktiv selbst etwas gestalten. Auch Handlungen, wie etwa Nachmalen oder Musik hören, können Teil einer künstlerischen Therapie sein.


Die Forschung im Blick
In den letzten Jahrzehnten wurden zunehmend nicht-pharmakologische Ansätze wie die Musik-, Kunst- und Kreativtherapie bei der medizinischen Behandlung weltweit eingesetzt und erforscht. Am ZFKT wird, neben einem Lehrauftrag an der Medizinischen Fakultät der Universität Duisburg-Essen, an wichtigen Aspekten zur Wirksamkeit der Künstlerischen Therapien geforscht. Darüber hinaus werden Doktoranden betreut.
Das bundesweite Netzwerk „Zentrum für Künstlerische Therapien (ZFKT)“
Das Zentrum für Künstlerische Therapien (ZFKT) versteht sich als bundesweit agierendes Kompetenz- und Netzwerkzentrum für künstlerisch-therapeutische Fachdisziplinen wie Musik-, Kunst-, Tanz- und Theatertherapie. Es fördert und koordiniert Forschung, Lehre sowie Praxis und setzt sich dafür ein, die Wirksamkeit und Professionalität Künstlerischer Therapien in Fachkreisen und in der Öffentlichkeit sichtbar zu machen. Dabei verfolgt das ZFKT das übergeordnete Ziel, die Künstlerischen Therapien fest in die Regelversorgung des Gesundheitswesens zu integrieren. Entscheidende Aspekte sind die interdisziplinäre Vernetzung, Synergien zwischen unterschiedlichen Fachbereichen sowie das Schaffen von Kooperationen, um betroffenen Menschen wirksame und nachhaltige Therapieangebote zu ermöglichen.
Weitere Informationen zum Zentrum für Künstlerische Therapien finden Sie hier.

Ihre Spende hilft!
Machen auch Sie einen Unterschied im Genesungsprozesses eines Patienten. Für 20 Euro können bereits zwei Tuben Acrylfarbe angeschafft werden, mit 45 Euro finanzieren Sie eine gesamte Therapieeinheit und für 110 Euro kann das ZFKT neue Klangstäbe anschaffen.