Krebsforschung (Sarkome)

Forschung rettet Leben: Innovative Krebs­forschung fördern

Ein Knoten im Oberschenkel änderte alles

Franziska Peitzmeier, 24 Jahre, steht mitten im Leben. Wer sie trifft, erlebt eine offene und kommunikative junge Frau, die viel lächelt und in deren Gegenwart man sich sofort wohlfühlt. Es gab jedoch eine Zeit, da war Franziskas Leben durch Ängste und Sorgen geprägt. 2019 wurde bei ihr ein Knoten im Oberschenkel entdeckt, der jedoch keine Schmerzen verursachte. Dennoch schickte der Hausarzt die junge Frau zum Onkologen. „Es ist schwer, den eigenen Eltern sagen zu müssen, dass eine mögliche Krebserkrankung im Raum steht“, erinnert sich Franziska. Der Knoten wurde in einer OP großräumig entfernt. Die anschließende histologische Untersuchung brachte die traurige Gewissheit: ein bösartiges alveoläres Weichteilsarkom – eine seltene, aber sehr gefährliche Krebsart. Die 24-Jährige erzählt: „Die Diagnose war ein Schock. Es folgte ein Auf und Ab der Gefühle. Die ganze Welt stand plötzlich Kopf. Alle meine Lebenspläne änderten sich schlagartig.“

Alle sechs Monate muss Franziska Peitzmeier heute noch zur Nachsorge. Nervosität und die Sorge vor einer Rückkehr der Krebserkrankung sind jedes Mal die Begleiter.

Diagnose Krebs: Was jetzt?

Vor ihrer Krebserkrankung war die junge Frau sportlich sehr aktiv. Die Krebsdiagnose riss sie mitten aus den Vorbereitungen für die Deutschen Meisterschaften im Voltigieren. Ihr Lehramtsstudium hatte Franziska gerade erst begonnen. Statt mit Zukunftsplänen waren ihre Tage plötzlich gefüllt mit Krankenhausaufenthalten, Untersuchungen
und Rehabilitationsmaßnahmen. In dieser Zeit wurde Franziska klar, wie wichtig die medizinische Forschung ist.

Ein Herz und eine Seele: Ihr Pferd Momo gab Franziska während der Krankheit Kraft.
Prof. Sebastian Bauer und sein Team sind aktuell an einer Patenteinreichung für ein Medikament gegen Sarkomerkrankungen beteiligt.
Franziska Peitzmeier hatte Krebs und weiß, wie wichtig die Krebsforschung ist, um Leben zu retten.

Aus Forschung kann reale Hilfe für die Patientinnen und Patienten entstehen

Bei Sarkomen handelt es sich um bösartige Tumorarten. Am Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ) der Universitätsmedizin Essen wird vor allem angewandte Forschung betrieben. Mithilfe von Patientenproben werden Resistenzmechanismen gegenüber Medikamenten erforscht.

Prof. Dr. Sebastian Bauer, Leiter des Sarkomschwerpunktes an der Inneren Klinik (Tumorforschung) und Sprecher des Sarkomzentrums am WTZ, erläutert: „Wenn wir solche Resistenzmechanismen finden, stellen wir sie in Zellkulturmodellen nach. Diese Modelle spiegeln somit die Realität bei den Patienten wider. Man kann sie nutzen, um an neuen Medikamenten zu forschen.“ Derzeit läuft eine großangelegte Forschungsinitiative, um neue Sarkommodelle aus überschüssigem Tumormaterial, das bei Operationen oder Punktionen entsteht, zu erstellen. Auf diese Weise konnten bei einer ganzen Reihe von Sarkomen erstmalig Modelle entwickelt werden. „Mit dieser Forschung schaffen wir einen wichtigen Startpunkt, damit funktionelle Untersuchungen auch im Labor gemacht werden können und nicht nur am Menschen“, so Prof. Bauer. Diese sehr aufwendige manuelle Modellentwicklung wird jedoch nicht durch die öffentliche Hand gefördert. Ohne sie, ohne ihre Vorarbeit, können allerdings keine weiteren Forschungsgelder gewonnen werden. „Unsere Forschung hat somit einen geradezu katalytischen Effekt“, fasst Prof. Bauer zusammen.

„Die Krankheit hat meinen Lebensweg verändert“

„Als ich die Diagnose Krebs erhielt, habe ich vieles hinterfragt“, erinnert sich Franziska. „Was möchte ich mit meinem Leben wirklich anfangen und bewirken? Die Krankheit hat mich wachgerüttelt. Man beschäftigt sich plötzlich mit ganz anderen Themen. Mir wurde die Leichtigkeit im Leben bereits in sehr jungem Alter durch die Krankheit genommen. Über die Jahre ist sie zurückgekommen, aber vor jeder Nachsorgeuntersuchung bin ich nervös und aufgeregt.“

Bis jetzt ist alles gut gegangen und dafür sind Franziska und ihre Familie unendlich dankbar. Viele junge Menschen mit einer Sarkomerkrankung haben dieses Glück nicht. So wie eine gute Freundin von Franziska, die den Krebs nicht besiegen konnte. Daher entschied sich die junge Frau, mit ihrer Erkrankung an die Öffentlichkeit zu gehen. „Die Forschung ist so enorm wichtig“, weiß Franziska. „Sie kann Leben retten. Deshalb braucht die Forschung Unterstützung. Meine Familie und ich engagieren uns ehrenamtlich seit fünf Jahren mithilfe einer Benefizradtour für die Sarkomfoschung.“

Jede Spende hilft!

So wie Franziska und ihre Familie sich für die Krebsforschung einsetzen, können auch Sie mit Ihrem Beitrag helfen, schwerkranken Menschen eine glückliche Zukunft zu schenken. Mit Ihrer Spende – ob groß oder klein – können Sie Projekte wie innovative Forschungsvorhaben ermöglichen, die ohne Ihre Unterstützung nicht realisiert werden können – denn sie gehen über die gesetzliche Finanzierung hinaus.

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