Seit 20 Jahren leistet das Spendenevent eine wertvolle Unterstützung zur Finanzierung der Erforschung der seltenen Krebsart
Essen, 08.10.2025 – Jahr für Jahr machen sich Radler auf den Weg rund um den Baldeneysee, um Spenden für die Sarkomforschung zu sammeln – und das seit inzwischen zwei Jahrzehnten. Die 20. Auflage der Essener Sarkomtour erreichte dabei ein neues Rekordergebnis: 281.436 Euro haben die Teilnehmenden in diesem Jahr eingefahren. Über die Jahre hinweg sind damit mehr als eine Million Euro gesammelt worden. Geld, das über die Stiftung Universitätsmedizin kontinuierlich die Forschungsarbeit an Sarkomen an der Universitätsmedizin Essen sowie die Arbeit der Deutschen Sarkom-Stiftung unterstützt.
Sie ist Spendenevent und Wiedersehensfeier, Ort gemeinsamer Trauer und starker, hoffnungsvoller Gemeinschaft: Was in den vergangenen 20 Jahren mit der Sarkomtour gewachsen ist, begeistert Prof. Dr. Sebastian Bauer, Initiator des Events und Leiter des Sarkomzentrums am Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ), von Jahr zu Jahr mehr: „Als wir vor zwei Jahrzehnten das erste Mal für die Sarkomforschung aufs Rad gestiegen sind, war das alles nicht abzusehen. Ein großes Dankeschön an alle, die in die Pedale treten, die als Sponsoren Geld spenden oder die an der Organisation dieser einzigartigen Veranstaltung beteiligt sind. Mit den Einnahmen aus der Sarkomtour treiben wir seit Jahren wichtige Projekte im Bereich der Sarkomforschung und Forschungsvernetzung voran.“
Aus Mitteln der Sarkomtour sind inzwischen eine Vielzahl von Projekten sowie junge Forschende gefördert worden. Das internationale FORTRESS-Meeting bringt seit 2019 jährlich Sarkom-Forschende aus Europa und der Welt in einem ungewöhnlichen Format zusammen, um konkrete Forschungskooperationen zu initiieren. Neben Projekten zu spezifischen Sarkomsubtypen (GIST, Klarzellsarkome, undifferenzierte Sarkome u.a.) ist eine wichtige Initiative das HUSARC-Programm, dass sich zum Ziel gesetzt hat, für jeden der >150 Sarkomsubtypen in den nächsten zehn Jahren jeweils fünf präklinische Modelle zur Erforschung der Erkrankung zu etablieren.
Das Jubiläum der Sarkomtour setzte erneut einige Rekordmarken: Mit 460 Teilnehmenden waren so viele auf dem Rad wie nie. Gemeinsam fuhren sie etwa 950 Runden um den See und 13.300 Kilometer. Erstmals gab es eine 24-Stunden-Staffel, bei der einer der Fahrer allein 380 Kilometer zurücklegte. Das alles zahlte sich im Spendenergebnis aus. Mit 281.436 Euro lag auch dieses höher als je zuvor. Die Fahrenden hatten sich vorab Sponsoren gesucht, die pro Runde oder Kilometer einen frei wählbaren Betrag spendeten und so diese Summe möglich machten. Inzwischen ist die Essener Sarkomtour sogar nur eine von mehreren Veranstaltungen. Über ganz Deutschland verteilt haben sich Satellitentouren gebildet, die ebenfalls für das gemeinsame Ziel unterwegs sind: „Gemeinsam Sarkome besiegen“.
„In der Sarkomtour zeigt sich die große Motivation, die aus der Verbundenheit von Betroffenen, Angehörigen sowie Ärztinnen und Ärzten entsteht. Ich finde es sehr beeindruckend, was in den vergangenen 20 Jahren entstanden ist“, sagt Prof. Dr. Ulrich Radtke, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Universitätsmedizin, die die Sarkomtour als Veranstalter ausrichtet. „Alle Beteiligten vollbringen eine großartige Leistung – nicht nur sportlich, sondern auch für die wichtige Forschungsarbeit. Die Stiftung Universitätsmedizin stellt sicher, dass die Spenden genau an der richtigen Stelle ankommen.“
Zehn Prozent der Spendensumme sind für die Patientenarbeit innerhalb der Deutschen Sarkom-Stiftung bestimmt. „Wir alle wollen, dass weniger Menschen an dieser Erkrankung sterben müssen“, erklärt Vorstandsmitglied Karin Arndt. Als Mitorganisatorin der Tour kümmert sie sich von Dresden aus um die Versorgung. Sie dankt allen, die die Veranstaltung seit vielen Jahren mit Spenden wie Obst, Getränken, Grillzutaten, Kuchen und Salaten unterstützen, sowie dem Seaside Beach, das den Treffpunkt für die Community bildet. Karin Arndt: „Die Sarkomtour ist eine Veranstaltung mit einer ganz besonderen Atmosphäre. Die Erkrankung verbindet die Betroffenen, Angehörigen, Hinterbliebenen, Ärztinnen und Ärzte. Es ist wie ein Familientreffen, das von Jahr zu Jahr größer wird, bei dem man sich aufs Wiedersehen freut und mit dem man sich für dieselbe Sache einsetzt.“