5.000 Euro für die Morbus-Osler-Forschung

Dr. Jorit Ness, Geschäftsführer der Stiftung Universitätsmedizin, nahm die Spende von Emanuel Dombrowe und seinen Geschwistern Monika Franken, Karl-Heinz Dombrowe und Dirk Dombrowe (v.l.) entgegen.

Spende aus dem Vermächtnis von Michael „Paul“ Dombrowe für die Forschung an der Universitätsmedizin Essen

Emanuel Dombrowe hat gemeinsam mit drei weiteren Geschwistern eine Spende in Höhe von 5.000 Euro aus dem Nachlass seines verstorbenen Bruders Michael „Paul“ Dombrowe an die Stiftung Universitätsmedizin Essen überreicht. Die Mittel sind für die Forschung zur seltenen Gefäßerkrankung Morbus Osler bestimmt. Entgegengenommen wurde die Spende von Dr. Jorit Ness, Geschäftsführer der Stiftung Universitätsmedizin.

Michael „Paul“ Dombrowe litt selbst an Morbus Osler, medizinisch als hereditäre hämorrhagische Teleangiektasie (HHT) bekannt. Die angeborene Erkrankung führt zu Fehlbildungen der Blutgefäße und kann unter anderem häufiges Nasenbluten, innere Blutungen sowie Gefäßveränderungen in Organen verursachen. Dank der spezialisierten Behandlung und der Forschung an der Universitätsmedizin Essen konnte er über viele Jahre gut mit der Erkrankung leben. Im Dezember des vergangenen Jahres erhielt er zusätzlich eine Krebsdiagnose und verstarb im April dieses Jahres im Alter von 66 Jahren.

„Mein Bruder hat sehr bewusst entschieden, seinen Nachlass für Dinge einzusetzen, die ihm wichtig waren“, sagt Emanuel Dombrowe. „Die medizinische Betreuung und die Forschung haben ihm geholfen, mit Morbus Osler gut zu leben. Deshalb war es sein ausdrücklicher Wunsch, dass die Forschung zu dieser Erkrankung weiter unterstützt wird – damit auch andere Betroffene davon profitieren können.“

Neben der Stiftung Universitätsmedizin werden aus dem Nachlass weitere Institutionen bedacht, zu denen der Verstorbene eine enge persönliche Verbindung hatte, darunter ein Fußballverein, die Feuerwehr, die Tafel sowie Organisationen des Tierschutzes.

Dr. Jorit Ness, Geschäftsführer der Stiftung Universitätsmedizin, betont die Bedeutung solcher Zuwendungen: „Spenden wie diese ermöglichen es, innovative Forschungsprojekte anzustoßen, gerade im Bereich seltener Erkrankungen wie Morbus Osler. Sie schaffen Spielräume für neue Ansätze in Diagnostik und Therapie, von denen langfristig viele Patientinnen und Patienten profitieren.“

Die Stiftung Universitätsmedizin Essen unterstützt mit ihren Fördermitteln gezielt Projekte in Forschung, Lehre und Krankenversorgung. Dazu zählt auch die Förderung wissenschaftlicher Arbeiten zu seltenen Erkrankungen, bei denen zusätzliche Mittel einen entscheidenden Beitrag leisten können, um Erkenntnisse zu vertiefen und die Versorgung weiter zu verbessern.

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