460 Teilnehmende sammelten radelnd Spenden für die Sarkomforschung
Seit zwei Jahrzehnten fährt die Essener Sarkomtour nun spenden für die Sarkomforschung ein – und zwar im wahrsten Sinne des Wortes: Mit 460 Teilnehmenden waren in diesem Jahr so viele Radlerinnen und Radler rund um den Baldeneysee unterwegs wie nie zuvor. Gemeinsam fuhren sie 950 Runden, was 13.300 Kilometer entspricht. Ziel ist in jedem Jahr, unter dem Motto „Gemeinsam Sarkome besiegen“ Mittel zu beschaffen, um die Erforschung der seltenen Krebsart voranzutreiben. Sarkome können Menschen jeden Alters betreffen, treten meist allerdings bei Jugendlichen und jungen Erwachsenen auf.
Zum Jubiläum hatten sich die Organisatoren neben der normalen Tour noch etwas Besonderes einfallen lassen: Zum ersten Mal gab es eine 24-Stunden-Staffel, in der die Staffelfahrer innerhalb eines ganzen Tages so viele Kilometer wie möglich absolvierten. Der erfolgreichste Staffelteilnehmer hatte am Ende 380 Kilometer auf dem Tacho.
Das Prinzip der Veranstaltung ist einfach: Die Radfahrerinnen und Radfahrer suchen sich im Vorfeld Sponsoren, die pro gefahrener Runde oder pro Kilometer einen frei wählbaren Betrag spenden. Das so gesammelte Geld fließt direkt zu 90 Prozent in die Forschung am Sarkomzentrum der Universitätsmedizin Essen und zu zehn Prozent in der Arbeit der Deutschen Sarkom Stiftung. Die Stiftung Universitätsmedizin ist Veranstalterin der Tour und übernimmt die Spendenverwaltung. Ziel ist es, die Erkrankung besser zu verstehen, neue Therapien zu entwickeln und so die Heilungschancen zu verbessern.
Die Sarkomtour steht dabei aber keinesfalls nur für sportliche Leistungen. Sie verbindet vielmehr seit 20 Jahren Betroffene, Angehörige, Ärztinnen und Ärzte, Forschende und Unterstützende zu einem starken Netzwerk. Sie schafft Aufmerksamkeit für eine Krankheit, die noch viel zu wenig im öffentlichen Bewusstsein ist – und setzt jedes Jahr ein starkes Zeichen der Solidarität und des gemeinsamen Engagements.