Leo gibt nicht auf

Wenn Kopfschmerzen mehr sind als ein Infekt

Leo ist sechs Jahre alt, als die ersten Symptome auftreten: wiederkehrende Kopfschmerzen und Erbrechen am Morgen. Nichts hilft, keine Erklärung scheint zu passen. Der Kinderarzt findet keine Ursache, im Krankenhaus vermutet man zunächst einen Infekt.

 

Doch Leos Eltern spüren, dass etwas nicht stimmt, und drängen auf ein MRT – zu Recht. Wie so oft trügt der Instinkt der Eltern nicht. Die Diagnose ist ein Schock: ein Ependymom, ein seltener und aggressiver Hirntumor.

Eine schwere Diagnose – und ein lebensrettender Eingriff

 

Für Leo und seine Familie bricht an diesem Tag eine Welt zusammen. Doch der behandelnde Neuro- und Kinderchirurg gibt ihnen Mut: Der Tumor könne operiert werden, wenn auch mit Risiken. Die Operation gelingt: Der Tumor kann vollständig entfernt werden. Eine Chemotherapie hilft bei dieser Tumorart nicht – umso entscheidender ist, dass Leo so schnell wie möglich eine präzise und schonende Bestrahlung erhält.

 

Leo kommt nach Essen – ein Ort, der Hoffnung schenkt

 

Über eine HIT-Studie, eine der onkologischen Studien der Gesellschaft für Pädiatrische Onkologie und Hämatologie (GPOH), die sich hauptsächlich mit kindlichen Hirntumoren beschäftigen, erhält die Familie die Empfehlung, Leos Bestrahlung im Westdeutschen Protonentherapiezentrum Essen (WPE) durchführen zu lassen.

Das WPE zählt zu den führenden Einrichtungen in Deutschland und Europa, wenn es um besonders gewebeschonende Bestrahlung bei Kindern geht. Prof. Dr. med. Beate Timmermann, Ärztliche Leiterin des WPE: „Protonenstrahlen ermöglichen eine besonders präzise Tumorbehandlung und schützen das gesunde Gewebe der Kinder bestmöglich.“

 

33 Bestrahlungen – ein schwieriger Weg für einen kleinen Jungen

 

Vor einer Woche begann Leo seine Protonenbestrahlung: Montag bis Freitag, insgesamt 33 Einheiten. Er und seine Mutter wohnen während dieser Zeit in Essen, denn die Familie kommt nicht aus der näheren Umgebung. Am wichtigsten ist der Familie, die Zeit nach der Therapie ruhig und wieder gemeinsam zu verbringen. Besonders schwer ist für Leo das Heimweh, denn er vermisst seine kleine Schwester sehr.

Ein Alltag im Funktionsmodus

 

Seit der Diagnose leben die Eltern wie im Tunnel – alles andere steht still. Ihre Interessen, ihre Routinen, ihre Pläne: aktuell ohne Bedeutung. Sie wissen, dass die Bestrahlung nah am Hirnstamm Risiken birgt. Und sie wissen auch, dass Leos Tumorart rezidivanfällig ist – alle drei Monate wird ein MRT nötig sein. Doch sie halten durch, für ihren Sohn. Unterstützung bekommen sie von Familie, Freunden, Nachbarn –und von Leos Oma, die sich liebevoll um die kleine Schwester kümmert.

 

Familie, Freunde und Nachbarn haben Leo 33 kleine Geschenke gebastelt – eines für jede erfolgreiche Bestrahlung. Nach jeder Behandlung darf Leo eines öffnen. Vor Beginn der Therapie organisierten sie außerdem einen Überraschungsnachmittag am See, an dem Leo einfach Kind sein durfte. Spielen, lachen, rennen. Ein Tag, der Leo spürbar Kraft gegeben hat.

Ein modernes medizinisches Gerät für die Protonentherapie mit grün beleuchtetem Tunnel.

Ein starker Junge: Leos Name ist Programm

 

„Leo – unser Löwe.“ – So beschreiben ihn seine Eltern. Er ist tapfer, klug und erstaunlich selbstbewusst im Umgang mit seiner Krankheit. Er schafft es sogar, die Bestrahlungen ganz ohne Sedierung durchzuhalten – er hält den Kopf still wie ein Profi.

 

Schule ist für Leo unglaublich wichtig. Trotz vieler Fehltage hat er den Lernstoff aufgeholt – besonders Mathe liebt er. Und auch ein großer Traum ist in Erfüllung gegangen: Nach der überstandenen Operation bekam Leo eine eigene Kinder-Crossmaschine.

 

Die Freude darüber ist riesig. Alles, was draußen stattfindet – Trecker fahren, toben, spielen – lässt ihn aufblühen. Besonders gerne verbringt er Zeit mit seinem Cousin Simon, der sogar die Schule schwänzte, um Leo im Krankenhaus zu besuchen. Auch im WPE hat Leo bereits an einem Bewegungs- und Kreativprogramm teilgenommen – es hat ihm gutgetan und ihn abgelenkt von seiner Erkrankung.

Bitte helfen Sie Kindern wie Leo

Leos Geschichte zeigt, wieviel Mut und Stärke Kinder aufbringen müssen – und wie wichtig es ist, sie auf diesem schweren Weg zu begleiten. Ihre Spende unterstützt zusätzliche Projekte und Angebote, die über den medizinischen Versorgungsbedarf hinausgehen. Dazu zählen kindgerechte Angebote wie die Klinikclowns oder Mutmachprojekte, Forschungsprojekte, die helfen, Krebs bei Kindern noch besser zu verstehen und zu behandeln sowie Entlastungsangebote für betroffene Familien. Bitte helfen Sie, damit Kinder wie Leo Hoffnung, Kraft und eine echte Chance auf Heilung erhalten.

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