René Berger veranstaltete Spendenaktion zugunsten des WTZ
René Berger, Polizist aus Herne, hat im Rahmen des „Tags des Eigensicherung“ in einer privaten Spendenaktion 2.500 Euro für die Krebsforschung am Westdeutschen Tumorzentrum (WTZ) der Universitätsmedizin Essen gesammelt. Hintergrund ist eine eigene Erkrankung und die positiven Erfahrungen der Behandlung am WTZ.
„Im Jahr 2017 wurde bei mir eine Myelofibrose diagnostiziert – eine seltene Erkrankung, bei der das Knochenmark zunehmend weniger funktionsfähige Blutzellen bildet“, erzählt René Berger. „Anfang dieses Jahres hat sich mein gesundheitlicher Zustand deutlich verschlechtert, sodass ich aktuell an der Universitätsmedizin Essen behandelt werde.“ Die einzige Hoffnung auf Heilung ist eine Knochenmarkstransplantation.
Statt einfach nur abzuwarten, wurde der 44-jährige Polizeibeamte aktiv. Er bat seine Kolleginnen und Kollegen des Polizeipräsidiums Bochum und auch der Feuerwehr, sich bei der DKMS als Knochenmarkspender zu registrieren. „Rund 450 neue Registrierungen kamen auf diese Weise zusammen“, freut sich René Berger. Er wollte allerdings auch die medizinische Forschung unterstützen, die für die Verbesserung der Behandlungsmöglichkeiten seltener Erkrankungen unverzichtbar ist. Aus Anlass des „Tags des Eigensicherung“ veranstaltete er unter seinen Kolleginnen und Kollegen eine Spendenaktion. Dabei kamen 2.500 Euro zusammen. Das Geld überreichte er an die Stiftung Universitätsmedizin.
„Spenden wie diese machen unsere satzungsgemäße Arbeit erst möglich“, erklärt Prof. Dr. Ulrich Radtke, Vorstandsvorsitzender der Stiftung Universitätsmedizin. Zu den Satzungszielen zählen die Förderung innovativer Forschungsprojekte, die Verbesserung der Krankenversorgung über die Grundversorgung hinaus und die Unterstützung der Ausbildung des medizinischen Nachwuchses. Prof. Radtke: „Ich danke Herrn Berger für sein großes Engagement sehr herzlich. Als Stiftung gewährleisten wir, dass die Spende wie gewünscht für die Krebsforschung eingesetzt wird.“
Für René Berger und seine Lebensgefährtin Nina May gab es am Tag der Scheckübergabe auch noch eine ganz persönliche gute Nachricht. „Ich habe erfahren, dass gleich drei passende Knochenmarkspender für mich gefunden wurden“, erzählt er. „Das gibt mir große Hoffnung.“