Preisauszeichnungen
Medizinpreis für innovative Projekte
Die Stiftung Universitätsmedizin verlieh 2015 bereits zum zweiten Mal den Medizinpreis für innovative Projekte der Universitätsmedizin Essen, die einen wichtigen Beitrag über die medizinische Grundversorgung hinaus leisten.
Der zweite Medizinpreis der Stiftung Universitätsmedizin wurde am 22. Oktober 2015 in den Kategorien Forschung und Krankenversorgung verliehen. Insgesamt wurden 100.000 Euro für innovative medizinische Vorhaben ausgeschüttet und vier Projekte ausgezeichnet. 2013 hatte die Stiftung den bundesweit einzigartigen Preis erstmals vergeben. Der Preis leistet einen wichtigen Beitrag, um universitätsmedizinische Vorhaben zu fördern und weiterzuentwickeln.
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Die Preisträgerinnen und Preisträger

In den folgenden Kurzfilmen stellen sich die Preisträger vor, erklären ihre Projekte und geben Einblicke in ihre Arbeit.

FORSCHUNG

Team Dr. Peter Rusch



Dr. Peter Rusch, Gynäkologe in der Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe, beschäftigt sich gemeinsam mit einem interdisziplinären Team mit der Möglichkeit, anhand einfacher Blutanalysen den Zustand von Brustimplantaten bei Frauen zu überprüfen. Defekte Implantate können schwerwiegende Beschwerden hervorrufen, weshalb dann eine Operation zum Austausch des Implantats notwendig ist. Bisher liefert die MRT-Untersuchung die besten Ergebnisse, diese ist jedoch für die Patientin aufwendig und zudem kostenintensiv.

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Dr. Adalbert Krawczyk



Dr. Adalbert Krawczyk, Biochemiker am Institut für Virologie, untersucht in seinem Forschungsprojekt die natürliche Antikörperantwort des Menschen gegen Herpes Simplex Viren. Infektionen mit diesen Viren sind im Bereich des Auges sowie generell für Menschen mit geschwächtem Immunsystem besonders gefährlich. Die Erkenntnisse aus dem Projekt sollen zur Entwicklung von antiviralen Antikörpern dienen, die eine wirksame Therapie gegen Herpes Simplex Virus Infektionen und langfristig auch eine Impfung ermöglichen könnten.

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Hannah Kohler - Nachwuchsförderung



Medizinstudentin Hannah Kohler möchte im Rahmen ihrer Doktorarbeit an der Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen die Therapiemöglichkeiten für Patienten mit einer seltenen und überaus aggressiven Form des Schilddrüsenkrebses verbessern, indem sie den Zusammenhang von Genetik und Tumorentwicklung nachvollzieht und beweist. Auf Basis ihrer Erkenntnisse könnten dann Medikamente eingesetzt werden, die die Heilungschancen erhöhen. Denn bislang ist noch keine erfolgreiche Therapie möglich.

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KRANKENVERSORGUNG

Team Ulrike Kramer / Dr. Claudia Pieper / Jessy Haupt



Ulrike Kramer, Leiterin des Sozialdienstes, Dr. Claudia Pieper, Leiterin der AG Prävention und Gesundheitsförderung am Institut für Medizinische Informatik, Biometrie und Epidemiologie und Jessy Haupt, Mitarbeiterin beider Bereiche, haben sich zum Ziel gesetzt, die soziale Beratung von Patienten als Teil einer ganzheitlichen Patientenversorgung weiter zu verbessern. Das Team möchte Merkmale herausfinden, die auf einen speziellen Beratungsbedarf hinweisen, um so eine möglichst passgenaue Beratung zum richtigen Zeitpunkt zu ermöglichen.

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Rückblick: Der Medizinpreis 2013
Die Preisverleihung des ersten Medizinpreises fand am 5. Oktober 2013 in der Philharmonie Essen statt. Der Preis ist auf insgesamt 200.000 € dotiert. Schirmherrin war NRW-Wissenschaftsministerin Svenja Schulze. Lesen Sie hier die offizielle Pressemitteilung.

Die Preisträgerprojekte werden in den nachfolgenden Kurzfilmen vorgestellt:

Kategorie Forschung


PD Dr. Zoltan Mathé, Klinik für Allgemein-, Viszeral und Transplantationschirurgie, befasst sich mit einem innovativen Konservierungskonzept zur Verbesserung von Spenderlebern bei Organtransplantationen.




Die Schmerzlinderung bei Patienten nach einer Operation steht im Mittelpunkt des Projekts von Dr. Sven Benson, Institut für Medizinische Psychologie und Verhaltensimmunbiologie, PD Dr. Ulrich Frey, Klinik für Anästhesie und Intensivmedizin, sowie Dr. Oliver Hoffmann, Klinik für Frauenheilkunde und Geburtshilfe.




Dr. Joachim R. Göthert, Klinik für Hämatologie, befasst sich mit der Erforschung von Blutstammzellen.




Dr. Felix Nensa, Institut für diagnostische und interventionelle Radiologie und Neuroradiologie, möchte mit einer optimierten Herzvermessungstechnik zu einer besseren Genesung von Herzinfarktpatienten beitragen.




Dr. Denise Zwanziger, Klinik für Endokrinologie und Stoffwechselerkrankungen, untersucht einen speziellen Schilddrüsenhormontransporter (MCT8).




Kategorie Lehre

Preisträger ist das Seminar „Praktikum Rechtsmedizin“ von Prof. Dr. Thomas Bajanowski und den Mitarbeitern/innen des Instituts für Rechtsmedizin.




Kategorie Krankenversorgung

In der nicht-ärztlichen Krankenversorgung wurde Margarete Reimann, Kinderkrankenschwester in der Klinik für Kinderheilkunde I, stellvertretend für das gesamte Team der „Elternberatung Frühstart / Bunter Kreis“ geehrt.



Im Bereich der ärztlichen Patientenersorgung stellt das Projekt des Simulations-Patienten-Programms der Medizinischen Fakultät zur "empathischen Arzt-Patienten-Kommunikation" eine wichtige Säule in der Ausbildung dar.




Im Bereich Teamarbeit Krankenversorgung konnte sich Sandra Hoffarth, Innere Klinik (Tumorforschung), stellvertretend für ihre Teammitglieder über die Auszeichnung für das Projekt „Berufsgruppenübergreifender Qualitätszirkel“ freuen.

Forschungspreis für Kinderheilkunde
Ziel des deutschlandweit ausgeschriebenen ‚Hermann-Seippel-Preis – Deutscher Forschungspreis für Kinderheilkunde‘ ist es, Krankheiten von Kindern und Jugendlichen nachhaltig zu bekämpfen, die Lebensbedingungen kleiner Patienten zu verbessern und bessere Forschungsbedingungen in der Kinderheilkunde zu schaffen.

Ein Forschungsprojekt zur besseren Diagnose, Behandlung und Nachsorge von Hirntumoren bei Kindern erhielt 2016 den ersten „Hermann-Seippel-Preis – Deutscher Forschungspreis für Kinderheilkunde“ der Stiftung Universitätsmedizin Essen. Das Projekt, das Wissenschaftler der Medizinischen Fakultät der Westfälischen Wilhelms-Universität Münster sowie der Universität Duisburg-Essen umsetzen, wurde mit 200.000 Euro gefördert.

Die nächste Ausschreibung des „Hermann-Seippel-Preis – Deutscher Forschungspreis für Kinderheilkunde“ erfolgt 2018.
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Die Preisträgerinnen und Preisträger
Hirntumore sind mit rund 500 Neuerkrankungen im Jahr in Deutschland die zweithäufigste Krebserkrankung im Kindesalter. Ihre Diagnose, die Therapie-Kontrolle und die Nachsorge sind bisher nur über bildgebende Verfahren wie die Magnetresonanz-Tomografie (MRT) möglich. Diese bringen in diesem Zusammenhang nicht immer eindeutige Ergebnisse, sind aber bislang ohne Alternative. Denn für die meisten soliden Tumore bei Kindern und insbesondere den kindlichen Hirntumoren gibt es keine Marker, die eindeutig aufzeigen, ob eine Therapie wirkt und der Tumor am Ende völlig verschwunden ist.
Einen solchen Marker zu finden, haben sich Dr. Basant Kumar Thakur und Dr. Stephan Tippelt von der Kinderhämatologie und -onkologie der Kinderklinik III Essen am Universitätsklinikum Essen und Dr. Kornelius Kerl vom Universitätsklinikum Münster vorgenommen. Die Wissenschaftler konzentrieren sich dabei auf Exosome, die von den jeweiligen Tumorzellen abstammen und in denen sich erkrankungsspezifische Eiweiße, Fette und genomische Signaturen der jeweiligen Ursprungszelle nachweisen lassen. 



Dr. Kornelius Kerl, Universitätsklinikum Münster













Dr. Basant Kumar Thakur, Kinderhämatologie und -onkologie der Kinderklinik III Essen am Universitätsklinikum Essen











Dr. Stephan Tippelt, Kinderhämatologie und -onkologie der Kinderklinik III Essen am Universitätsklinikum Essen














Credits: © Lisa-Marie Reingruber




Forschungspreis Kinderheilkunde



Die Stiftung Universitätsmedizin Essen realisiert wichtige Förderprojekte und wegweisende Ideen auf dem Gebiet der Universitätsmedizin, um innovative Forschung und Lehre sowie eine über die reine medizinische Grundversorgung hinausgehende Krankenversorgung sicherzustellen.

In diesem Jahr verleiht die Stiftung erstmals den „Hermann-Seippel-Preis – Deutscher Forschungspreis für Kinderheilkunde“. Der Preis richtet sich an Forscherinnen und Forscher medizinischer Fakultäten in Deutschland. Der Bewerbungszeitraum ist vom 29.2. bis zum 31.8.2016.

  • Insgesamt 1 Mio. Euro für die Forschung im Bereich Kinderheilkunde
  • Bereitstellung von je 200.000 Euro im zweijährigen Zyklus bis 2026
  • Schirmherrschaft: Arzt und Kabarettist Dr. Eckart von Hirschhausen

Ziele und Hintergründe
Schirmherr: Dr. Eckart von Hirschhausen 
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