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Masken, die Mut machen: Evonik Stiftung unterstützt Kunsttherapie-Förderprojekt der Stiftung Universitätsmedizin für krebskranke Kinder am WPE

Essen, 27.08. 2020 – Plötzlich ist alles anders: Die Diagnose Krebs bedeutet einen schweren Einschnitt in das bisherige Leben – ganz besonders bei Kindern und Jugendlichen.  Verbunden mit Ängsten, Sorgen und Unsicherheiten. Um den jungen Patientinnen und Patienten ein zusätzliches Angebot zu schaffen, sich auszudrücken und den Gefühlen und Stimmungen freien Lauf zu lassen, gibt es die Kunsttherapie nun auch am Westdeutschen Protonentherapiezentrum Essen (WPE) – gefördert von der Stiftung Universitätsmedizin Essen, ermöglicht durch die Evonik Stiftung mit einer Unterstützung in Höhe von 30.000 EUR für zunächst zwei Jahre.

Ausdrucksstarke Masken selbst gestalten: Um für junge Patientinnen und Patienten mit lebensverändernder Krebsdiagnose ein zusätzliches Angebot zu schaffen, gibt es die Kunsttherapie nun auch am Westdeutschen Protonentherapiezentrum Essen (WPE). V.l.n.r.: Prof. Dr. Beate Timmermann, Ärztliche Leiterin des Westdeutschen Protonentherapiezentrums Essen und Beiratsvorsitzende der Stiftung Universitätsmedizin, Annelie Ender, Kunsttherapeutin, Dr. Heike Bergandt, Geschäftsführerin der Evonik Stiftung.

Die Protonentherapie, die am WPE angewandt wird, gilt als besonders schonende Form der Strahlentherapie. Der Protonenstrahl, der zur Behandlung eingesetzt wird, ist äußerst präzise und schützt daher bestmöglich das umgebende gesunde Gewebe, während die Krebszellen zerstört werden. Die jungen Patientinnen und Patienten, die hier bestrahlt werden, können aktiv an der Behandlung mitwirken – indem sie sich nicht bewegen. Dies ist für viele Kinder eine zusätzliche Herausforderung. Speziell bei der Bestrahlung von Hirntumoren müssen die Kinder zudem eine thermoplastische Maske tragen, durch die ihr Kopf so fixiert wird, dass keinerlei Bewegung mehr möglich ist. So kann der Tumor punktgenau bestrahlt werden. Die Behandlung dauert in der Regel mehrere Wochen, die Bestrahlung findet an fünf Tagen pro Woche statt – so wird die Strahlenbelastung für die Kinder möglichst gering gehalten.

Dank des neuen Angebotes der Kunsttherapie für krebskranke Kinder speziell am WPE, das durch die Unterstützung der Evonik-Stiftung ermöglicht werden konnte, können die Kinder ihre Masken nun selbst bemalen. „Wir freuen uns, dass wir dieses Projekt unterstützen und den Kindern dabei helfen können, nicht nur Farbe in ihren oft grauen Klinikalltag zu bringen, sondern ihnen auch eine Ausdrucksmöglichkeit zu schaffen, wenn Worte fehlen“, erklärt Dr. Heike Bergandt, Geschäftsführerin der Evonik Stiftung.

Ob das Gesicht der Lieblings-Superheldin oder ein Bild des eigenen Haustieres – gemeinsam mit einer ausgebildeten Kunsttherapeutin können die Kinder ihrer Kreativität freien Lauf lassen. Erlaubt ist, was gefällt – und was den Kindern dabei hilft, die Masken mit positiven Gedanken zu besetzen.

„Wir möchten den jungen Patientinnen und Patienten das Gefühl des Ausgeliefertseins nehmen und ihnen vielmehr vermitteln, dass sie selbst ihre Behandlung aktiv mitgestalten können. Das stärkt ihr Selbstbewusstsein und kann sich positiv auf ihr Befinden während der Behandlung auswirken“, erläutert Prof. Dr. Beate Timmermann, Ärztliche Direktorin des WPE.

Das Angebot der Kunsttherapie für krebskranke Kinder an der Universitätsmedizin Essen wird seit vielen Jahren von der Stiftung Universitätsmedizin unterstützt. „Da ein solches Angebot über die medizinische Regelversorgung hinausgeht, kann es nicht von den Krankenkassen finanziert werden. Die Kunsttherapie ist daher auf Spenden angewiesen, um den Kindern dabei zu helfen, ihre Erkrankung auf kreative Weise zu verarbeiten, Wir danken der Evonik Stiftung für ihre großzügige Unterstützung und sind dankbar über das in uns und unsere Projekte gesetzte Vertrauen“, so Dr. Jorit Ness, Geschäftsführer der Stiftung Universitätsmedizin.

Nähere Informationen:

Dr. Jorit Ness
Geschäftsführer
Stiftung Universitätsmedizin Essen
Tel.: 0201 / 723-4699

jorit.ness@uk-essen.de

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