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Ein Roboter als Helfer für krebskranke Kinder: PSD Bank Rhein-Ruhr unterstützt smartes Projekt der Stiftung Universitätsmedizin mit 15.000 EUR

Essen, 31.08. 2020 – Was passiert, wenn ich bestrahlt werde? Ab sofort steht den krebskranken Kindern, die am Westdeutschen Protonentherapiezentrum Essen (WPE) behandelt werden, ein ganz besonderer Helfer zur Seite: Ein kleiner NAO-Roboter vermittelt den jungen Patientinnen und Patienten kindgerecht und interaktiv den Therapieablauf, um Ängste zu nehmen. Die PSD Bank Rhein-Ruhr unterstützt das Förderprojekt der Stiftung Universitätsmedizin Essen mit 15.000 EUR.

v.l.n.r.: Prof. Dr. Beate Timmermann, Ärztliche Leiterin des Westdeutschen Protonentherapiezentrums Essen und Beiratsvorsitzende Stiftung Universitätsmedizin Essen, Roboter SIMBA und Dr. Martin Münstermann, PSD Bank Rhein-Ruhr.

Die Protonentherapie am WPE gilt als besonders schonende Form der Strahlentherapie. Sie wird daher schwerpunktmäßig bei krebskranken Kindern angewandt. Die Behandlungen dauern in der Regel mehrere Wochen und finden über fünf Tage die Woche verteilt statt, um die Strahlenbelastung für die Kinder möglichst gering zu halten.

Der Vorteil: Die äußerst präzise Bestrahlungsmethode kann das umliegende gesunde Gewebe bestmöglich schützen. Die Herausforderung: Je nach Art des Tumors müssen die Kinder unter sehr engen fixierenden thermoplastischen Masken liegen.  

Um den schwerkranken Kindern in einer ohnehin schon belastenden Situation Ängste zu nehmen und sie spielerisch auf die Behandlung vorzubereiten, steht ihnen ab sofort ein kleiner Roboter als Helfer und Mutmacher zur Seite. Zusammen mit dem humanoiden NAO-6-Roboter können die Kinder die Behandlungssituation vorab simulieren. Der neue Begleiter der jungen Patientinnen und Patienten aus aller Welt spricht und versteht 20 Sprachen. „Die Idee, einen Roboter als Helfer für krebskranke Kinder einzusetzen, hat uns von Anfang an begeistert. Diese innovative und einzigartige Herangehensweise spiegelt die aktuellen Entwicklungen in Richtung digitaler Unterstützung in der Krankenversorgung wieder. Wir freuen uns, dass Projekt von Anfang an mitbegleiten zu können“, erläutert Dr. Martin Münstermann von der PSD Bank Rhein-Ruhr. Das Unternehmen hat die Stiftung Universitätsmedizin bei der Anschaffung des Roboters mit einer Spende in Höhe von 15.000 EUR unterstützt.

In einem nächsten Schritt soll am WPE ein Behandlungsgerät in Kindergröße angeschafft werden. Durch Rollentausch werden die Kinder zu Ärzten und MTRAs, der Roboter zum Patienten. Die jungen Patientinnen und Patienten übernehmen dabei bewusst eine aktive Rolle.  „Je mehr eine Patientin oder ein Patient bereit ist, aktiv an einer Behandlung mitzuwirken, desto größer ist die Chance auf eine erfolgreiche Durchführung. Wir möchten den Kindern mithilfe des Roboters zeigen, dass sie keine Angst vor der Behandlung haben müssen und selbstbestimmt ihren Teil dazu beitragen können, den Krebs zu besiegen“, erklärt Prof. Dr. Beate Timmermann, Ärztliche Direktorin des WPE.

„Angebote wie der NAO-Roboter können ein wichtiger zusätzlicher Baustein im Rahmen der Krebstherapie sein – sie können dazu beitragen, dass die Kinder die Behandlungssituation besser einschätzen und dadurch weniger bedrohlich wahrnehmen. Solche Angebote gehen jedoch über die medizinische Regelversorgung hinaus und können nur durch Spenden finanziert werden. Wir danken der PSD Bank Rhein-Ruhr für die großzügige Unterstützung dieses Projekts“, so Dr. Jorit Ness, Geschäftsführer der Stiftung Universitätsmedizin.

Nähere Informationen:

Dr. Jorit Ness
Geschäftsführer
Stiftung Universitätsmedizin Essen
Tel.: 0201 / 723-4699

jorit.ness@uk-essen.de

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