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Corona-Pandemie: Versorgung krebskranker Kinder und Jugedlicher zu Hause durch das Brückenteam

Alle aktuellen Informationen und weitere Unterstützungsmöglichkeiten der Initiative Spenden-für-Corona finden Sie hier.

Das Versorgungsangebot „KIKHomeCare – Brückenteam“ an der Universitätsmedizin Essen hilft dabei, krebskranke Kinder und Jugendliche in der Corona-Krise zu schützen.

Das Brückenteam versorgt krebskranke Kinder auch zuhause.

Essen, 01.04.2020 – Die Corona-Pandemie stellt Familien mit krebskranken Kindern vor zusätzliche Herausforderungen. Bei den jungen Patienten wird das Immunsystem häufig unterdrückt – eine Nebenwirkung der Chemotherapie. Somit stellt das Coronavirus für sie ein sehr hohes Risiko dar. Hier bewährt sich das von Prof. Reinhardt (Direktor der Kinderklinik III) initiierte Brückenteam, das in der aktuellen Krisensituation krebskranke Kinder zuhause aufsucht und so bestmöglich schützt. Möglich wurde das Projekt dank der Förderung durch die Gert und Susanna Mayer Stiftung. Die Stiftung Universitätsmedizin Essen unterstützt dabei. 

Das körpereigene Immunsystem hilft uns dabei, Infektionen – zum Beispiel durch Viren – abzuwehren. In Zeiten der Corona-Pandemie ein entscheidender Faktor. Was aber, wenn das Immunsystem durch eine Krebserkrankung geschwächt ist? Für die Betroffenen, ob jung oder alt, stellt das Coronavirus ein sehr hohes Risiko dar. In der aktuellen Situation ist es somit wichtiger denn je, diese Personengruppe zu schützen. Ein besonderes Angebot für krebskranke Kinder und Jugendliche an der Universitätsmedizin Essen macht es möglich und bietet spezielle medizinische Fachversorgung im häuslichen Umfeld.  

Wie funktioniert das? Das Brückenteam, bestehend aus den spezialisierten Fachkräften der Kinderonkologie des UK Essen, besucht betroffene Familien regelmäßig zu Hause, sodass belastende Krankenhausaufenthalte, wie beispielsweise kleinere oder routinierte Untersuchungen, für die Kinder in vielen Fällen vermieden werden können. Gleichzeitig ist das Brückenteam Ansprechpartner für Ängste, Probleme und Fragen.  

Das Programm wird großzügig gefördert von der Wuppertaler Gert und Susanna Mayer Stiftung. Marco Rühmann, Geschäftsführer, macht die besondere Bedeutung des Angebotes in der aktuellen Krisensituation deutlich: „Als wir uns im Jahr 2018 für eine Förderung des Programms entschlossen haben, waren die gegenwärtigen Entwicklungen natürlich nicht abzusehen. Aber sie unterstreichen umso mehr die Wichtigkeit des Brückenteams und bestärken uns noch einmal darin, das Angebot zu ermöglichen. Denn durch die Hausbesuche kann bestmöglich vermieden werden, dass die Kinder und Jugendlichen ihr schützendes Zuhause verlassen müssen, wenn es nicht unbedingt notwendig ist.“ 

Auch die Stiftung Universitätsmedizin Essen setzt sich für eine Stärkung des Angebotes ein. Prof. Dr. Karl-Heinz Jöckel, Vorstandsvorsitzender, erläutert: „Gerade in Krisenzeiten ist es wichtig, vertrauensvolle Partner an seiner Seite zu haben und sich gemeinsam den Herausforderungen zu stellen. Wir sind dankbar, mit der Gert und Susanna Mayer Stiftung einen solchen Partner zu haben, der das Angebot des Brückenteams ermöglicht. Im Rahmen unserer Initiative „Spenden für Corona“ möchten wir zum einen auf das Angebot aufmerksam machen. Zum anderen bieten wir zusätzliche Soforthilfe an. Neben einer Unterstützung der Forschung über das Coronavirus kümmern wir uns auch um Angebote für die Patienten. Gemeinsam mit unseren Unterstützern möchten wir kurzfristig finanzielle Mittel bereitstellen, mit denen zum Beispiel auch das Brückenteam in der aktuellen Krise ergänzend gestärkt werden kann.“   

Wie wichtig das Brückenteam in dieser Situation für die krebskranken Kinder und Jugendlichen ist, um die Gefahren einer Ansteckung mit dem Virus und zusätzliche Stresssituationen zu verringern, weiß auch Prof. Dr. Dirk Reinhardt, Direktor der Kinderklinik III an der Universitätsmedizin Essen: „Wir befinden uns in einer Ausnahmesituation. Um das Coronavirus einzudämmen, gilt im Krankenhaus bis auf Weiteres ein generelles Besuchsverbot. Geplante Operationen und Untersuchungen wurden – soweit möglich – verschoben. Alle sind dazu aufgerufen, zu Hause zu bleiben und soziale Kontakte größtmöglich zu meiden. Gleichzeitig ist es selbstverständlich unsere Aufgabe, uns bestmöglich um unsere Patienten zu kümmern. Dem Brückenteam kommt dabei eine Schlüsselrolle zu. Denn auf diese Weise können wir für unsere jungen Krebspatienten, die aktuell nicht zwingend im Universitätsklinikum versorgt werden müssen, eine häusliche Versorgung durch spezialisiertes medizinisches Fachpersonal sicherstellen.“ 

Weiteres zur Aktion unter: www.spenden-für-corona.de 

Nähere Informationen:

Jorit Ness
Geschäftsführer
Stiftung Universitätsmedizin Essen
Tel.: 0201 / 723-4699

jorit.ness@uk-essen.de

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