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Neue HNO- / Augenklinik

Innovationen in der Kopf-Hals-Chirurgie: Von der Grund- zur Spitzenversorgung

Essen ist im Bereich der HNO-Medizin einer der führenden Standorte Nordrhein-Westfalens. Im Zuge des Neu- und Ausbaus der HNO-Klinik werden nun die Voraussetzungen dafür geschaffen, dass sich die medizinische Versorgung im Bereich der Behandlung von Kopf-Hals-Erkrankungen weiter positiv entwickeln kann.

Die Hals-Nasen-Ohrenheilkunde ist eine facettenreiche Teildisziplin der Medizin. Sie befasst sich mit Verletzungen, krankhaften Veränderungen sowie Fehlbildungen der Ohren, der oberen und unteren Atemwege, der Mundhöhle, des Kehlkopfes, der Speiseröhre und der Schädelbasis. Moderne Therapiemethoden erlauben dabei eine effektive und gleichzeitig schonende Behandlung der Patientinnen und Patienten.

Das Projekt „Innovations-OP der Zukunft: Kopf-Hals-Chirurgie 2025“

Das Projekt für den Ausbau umfasst vier Bausteine. Vorgesehen ist zunächst eine deutliche Verbesserung der OP-Ausstattung. Die Kopf-Hals-Chirurgie 2025 wird über vier HNO-OP- Säle, drei Augen-OP-Säle sowie ein Orbitazentrum verfügen. Die einzelnen Komponenten des OP-Umfelds von der Vorbereitung über die Planung bis zur Durchführung der chirurgischen Therapie werden vernetzt, automatisiert und digitalisiert.

Ein zweiter Teil umfasst die robotergestützte Arbeit: Dabei handelt es sich um ein flexibles Endoskopie-System, das an seiner Spitze mit einer hochauflösenden HD-Kamera ausgestattet ist und so eine sehr gute Visualisierung der jeweiligen Erkrankung ermöglicht. Das flexible System bietet eine Reihe von chirurgischen Vorteilen, unter anderem kann es im oberen Schluck- und Atemweg manövriert und in jeder Position fixiert werden. Die beiden letzten Bausteine basieren auf der Vernetzung verschiedener Ebenen: Zum einen soll eine enge Zusammenarbeit zwischen behandelnden Ärzten und Medizintechnik-Herstellern realisiert werden. Die Erfahrungen, die die Ärzte in der Praxis machen, helfen maßgeblich bei der Optimierung und Erstellung von Therapien. Zum anderen sollen durch die Gründung eines europäischen Schulungszentrums die neuen Therapiemöglichkeiten und Forschungsergebnisse an Mediziner aus ganz Europa weitergegeben werden. Neben der Schulung renommierter Mediziner wird die Sonderausstattung und der Ausbau der HNO-Klinik damit auch die Ausbildung angehender Ärzte verbessern.

Gewährleistung einer exzellenten Patientenversorgung Krebserkrankungen in Mundhöhle und Rachen sind in Deutschland die siebthäufigste Todesursache (bei Männern mit 3,7 und bei Frauen mit 1,6 Prozent). Eine frühzeitige Diagnose und eingeleitete Therapie sind daher besonders wichtig. So auch bei Frau Roswitha Schmied, die anfangs zunächst über scheinbar harmlose Schluckbeschwerden klagte. Bald darauf wurde es so schlimm, dass sie keine kleinen Tabletten mehr schlucken konnte. Nach einer Untersuchung stellte sich die Diagnose Kehlkopfkrebs heraus.

Eine Operation war zwingend notwendig und der behandelnde Arzt schlug ihr einen Eingriff mit einem flexiblen Endoskopie-System, wie er in Essen zum Einsatz kommt, vor. Frau Schmied stimmte sofort zu: „Wenn die OP damit besser klappt und ich danach weniger Beschwerden habe, ist das prima für mich. Ich bin froh, dass ich dieses Angebot bekomme.“ Die Operation verlief ohne Komplikationen und der Tumor auf dem Kehlkopfdeckel konnte entfernt werden. Durch das Projekt des HNO-Ausbaus profitieren behandelnde Ärzte wie Patienten gleichermaßen.

Die hochmodernen Innovationen im Bereich Patientenversorgung, Vernetzung von Forschung und Praxis sowie die Ausstattung professioneller Arbeitsgeräte lebt zu einem großen Teil auch von Spenden. Das vorgestellte Vorhaben im Bereich der Kopf-Hals-Chirurgie geht weit über die Finanzierung durch öffentliche Mittel hinaus. Die Stiftung Universitätsmedizin möchte daher die Umsetzung mitfördern und ist dabei auf die Unterstützung durch Spenden angewiesen.

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