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Tumororthopädische Forschung: Überleben sichern – Lebensqualität schaffen
Sie betreffen sowohl ältere als auch jüngere Patienten, treten als primäre Tumore oder als Metastasen am Stütz- und Bewegungsapparat auf – tumororthopädische Erkrankungen erfordern eine besonders sensible Diagnostik und Therapie. Nur mit optimalen Voraussetzungen in der Forschung, der Weiterbildung der zuständigen Fachärzte sowie der individuellen Behandlung der Patienten kann eine exzellente Versorgung sichergestellt werden – das Überleben und die nachhaltige Steigerung der Lebensqualität der Betroffenen sind dabei oberstes Ziel.

Spitzenmedizinische Forschung für bestmögliche Patientenversorgung

„Neben der klinischen Arbeit legen wir sehr viel Wert darauf, neue Behandlungsmethoden zu erforschen, zu etablieren sowie die schon bestehenden Therapieverfahren kontinuierlich auf ihre Wirksamkeit zu untersuchen und weiter zu verbessern“, betont Prof. Dr. Jendrik Hardes, Chefarzt der Abteilung Tumororthopädie und Sarkomchirurgie im Westdeutschen Tumorzentrum am Universitätsklinikum Essen. Eine zentrale Rolle spielt dabei die Rekonstruktion von Extremitäten nach der Entfernung eines Knochentumors mithilfe von speziellen Prothesen. Die Tumororthopädie der Universitätsmedizin Essen sichert durch implantatsbezogene Forschung eine bestmögliche Behandlungsqualität für die Patienten. Im Fokus steht dabei die Bestimmung der von Metallprothesen unweigerlich ins Blut abgegebenen Ionenkonzentrationen. Diese werden durch systematische Messungen ausgewertet und – auch den Patienten gegenüber – transparent gemacht. Dauerhaft kann so eine möglichst geringe Konzentration der Kobalt-Chrom- und Silberionen im Blut und der Ausschluss von Nebenwirkungen angestrebt werden, um eine zusätzliche Belastung der Patienten zu vermeiden.


Zwischen in vivo und in vitro: HET-CAM

Wichtiger Bestandteil der tumororthopädischen Forschung am WTZ ist außerdem die Durchführung sogenannter HET-CAM-Versuche: Hinter der Abkürzung verbergen sich Tests an der Chorion-Allantois-Membran von Hühnereiern. Hierbei werden Tumorzellen auf Hühnereiern aufgetragen, um Krebsmedikamente an ihnen zu testen. Der Vorteil dieses speziellen Verfahrens: Medikamentenversuche an Tieren können auf diese Weise vermieden werden.



Interdisziplinäre Arbeit als Erfolgsrezept


Im Essener Sarkomzentrum arbeiten Spezialisten im Team – Vernetzung hat hier einen besonderen Stellenwert. „Die interdisziplinäre Zusammenarbeit mit anderen hochspezialisierten Fachkollegen ist der entscheidende Faktor in der Diagnostik, der Therapie und Betreuung der Patienten mit diesen komplexen Krankheitsbildern“, erklärt Prof. Dr. Arne Streitbürger, ebenfalls Chefarzt der Abteilung Tumororthopädie und Sarkomchirurgie. Eine prospektive Datenbank aller hier behandelten Patienten zur umfassenden Dokumentation der Therapie und Nachuntersuchungen soll fachdisziplinübergreifend aufgebaut werden, um diese Vernetzung zu stärken und die hohe Versorgungsqualität langfristig zu sichern.

Der Patient im Mittelpunkt

Die spitzenmedizinische Forschung und interdisziplinäre Abstimmung ermöglicht eine spezifische Behandlung, orientiert an der persönlichen Situation der Erkrankten, wie Prof. Hardes erläutert: „So können wir unseren Patienten die neuesten und effektivsten Therapieoptionen aufzeigen und ihnen die individuell bestmögliche Behandlung anbieten. Dazu gehört nicht nur eine optimale stationäre Versorgung, sondern auch die Gewährleistung einer häufig langjährigen Nachsorge im Anschluss.“ Die Tumororthopädie setzt sich deshalb für die Entwicklung von Angeboten wie einem stationären Sportprogramm für junge Patienten ein. Im Sinne einer umfassenden Nachsorge, die insbesondere bei jungen Erkrankten essentiell wichtig ist, möchte sie auch Selbsthilfegruppen stärker einbinden sowie als Ansprechpartner zur Verfügung stehen.

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Stichwort: "Tumororthopädie"
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