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Mehr Spenderorgane durch neue Konservierungsmethode
Pro Tag sterben in Deutschland durchschnittlich drei Patienten, weil kein Organ für eine notwendige Transplantation zur Verfügung steht. Die Wartezeit für eine Spenderniere beträgt derzeit im Schnitt sieben Jahre. Ein Forschungsprojekt des Instituts für Virologie und der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie am Universitätsklinikum Essen soll dieses Problem mindern.

Im Rahmen eines von der Stiftung geförderten Forschungsprojekts des Instituts für Virologie und der Klinik für Allgemein-, Viszeral- und Transplantationschirurgie am Universitätsklinikum Essen sollen die Organe Hepatitis-C-infizierter Spender für den Spenderpool nutzbar gemacht werden. Für den Laien scheint es auf den ersten Blick abwegig: Die Transplantation infizierter Organe würde doch unweigerlich zu Hepatitis-C beim Empfänger führen. Mediziner hingegen wissen: Die Hepatitis-C-Viren können sich ausschließlich in der Leber festsetzen und vermehren. Organe wie Niere, Lunge oder Herz sind nicht befallen. Gelingt es, das Infektionsrisiko bei der Transplantation durch eine Art „Dekontamination“ auszuschließen, stünde der Verwendung dieser Organe nichts im Wege. Da es diese „Dekontamination“ allerdings noch nicht gibt, werden die Organe infizierter Spender bislang verworfen.

An dieser Stelle setzt das Forschungsprojekt von Professorin Dr. Sandra Ciesek und Professor Dr. Andreas Paul an. Sie wollen zunächst prüfen, wie sich verschiedene Konservierungslösungen auf die Hepatitis-Viren in den Spenderorganen auswirken und anschließend ein Verfahren entwickeln, um das Risiko einer Hepatitis-Infektion bei der Transplantation zu minimieren. Anhand von Schweinenieren, die dem menschlichen Organ in Anatomie und Größe ähneln, soll dieses Verfahren dann überprüft werden. Ist das Projekt erfolgreich, könnten Nieren Hepatitis-infizierter Spender in Zukunft möglicherweise routinemäßig für Transplantationen genutzt und der Pool der potenziellen Spender erweitert werden. Langfristig könnte dies zu kürzeren Wartezeiten und damit zu weniger Todesfällen unter den wartenden Patienten führen.

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