Aktuelles
02.02.2018
Großes Interesse an der 4. Essener Vorsorgeveranstaltung
Wichtige Infos und Tipps zu Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Testament
Die Informationsveranstaltung war bis auf den letzten Platz ausgebucht: Über 300 Interessenten kamen um sich über die Themen Patientenverfügung, Vorsorgevollmacht und Testament zu informieren. Erstmalig wurde die Veranstaltung gemeinsam von der Stiftung Universitätsmedizin, der Universitätsmedizin Essen, dem Amtsgericht Essen und dem Gesundheitsamts Essen durchgeführt – und somit gab es wichtige Infos und Tipps von den Experten der vier Veranstalter.



Trotz der schweren Themen, gestaltete sicher der Nachmittag als sehr kurzweilig. Nach der Begrüßung von Prof. Dr. Jochen A. Werner, Ärztlicher Direktor und Vorstandsvorsitzender der Universitätsmedizin Essen, ging es direkt los: Um den Einstieg zu erleichtern, startete jedes der drei Themen mit einem Infofilm und kurzen Expertenstatements dann gab es viel Zeit für Fragen aus dem Publikum. Eine davon lautete: „Wie kann ich sicherstellen, wenn ich keine Angehörigen habe, dass meine Patientenverfügung beachtet wird?“ Dazu erklärte Dr. Jörg Hense, Oberarzt der Palliativstation am Westdeutschen Tumorzentrum Essen: „Für uns Ärzte ist es – je nach Zustand des Patienten – wichtig zu wissen, ob eine Patientenverfügung vorliegt. Ein Hinweis in der Geldbörse kann da sehr hilfreich sein.“

Auch beim Thema Vorsorgevollmacht herrschte viel Verunsicherung. Dr. Rainer Kundt, Ärztlicher Leiter des Gesundheitsamtes Essen, riet: „Bevollmächtigen Sie nur jemanden, dem Sie uneingeschränkt vertrauen. Es besteht die Möglichkeit, unterschiedliche Personen für medizinische- und finanzielle Fragen zu bevollmächtigen; so etwas kann in Einzelfällen sinnvoll sein.“ Und um Missverständnisse bei der Erstellung eines Testaments vorzubeugen empfahl Winfried Bein, Vize-Präsident des Amtsgerichtes Essen: „Ein privates Testament muss – anders als ein notarielles Testament – vom Erblasser selbst komplett mit der Hand geschrieben und unterschrieben werden. Eine ausgedruckte Version, die lediglich unterschrieben wird, ist wegen Formmangels nichtig. Für Ehe- und eingetragene Lebenspartner gibt es bei der Errichtung eines gemeinschaftlichen Testaments allerdings eine Erleichterung. Hier genügt es, wenn einer von beiden selbst den Text handschriftlich erstellt und beide jeweils mit der Hand unterschreiben.“



Im Anschluss an die Veranstaltung hatte jeder die Möglichkeit seine individuellen Fragen an Infotischen im Gespräch mit den Experten zu klären. Und bei Kaffee und Kuchen konnten diese nicht gerade leichten Themen in netter Runde verdaut werden. Jorit Ness, Geschäftsführer der Stiftung Universitätsmedizin, freut sich über das Interesse an der Veranstaltung: „Die Nachfrage war so groß, dass wir im März eine weitere Veranstaltung planen.“

Sobald ein neuer Termin feststeht, erfahren Sie es hier.
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